Conan Doyle und das Homburg-Wiesbadener Todesdreieck (II)
"Es gibt Dschungel im oberen Luftraum, und es gibt schlimmere Wesen als Tiger, die sie bewohnen. Ich nehme an, dass man im Lauf der Zeit diese Dschungel genau kartieren wird. Schon jetzt könnte ich zwei davon benennen. Eine liegt über dem französischen Raum Pau-Biarritz. Eine andere befindet sich direkt über meinem Kopf, während ich hier in meinem Haus in Wiltshire schreibe. Ich glaube sogar, es gibt eine dritte im Raum Homburg-Wiesbaden."

Diese Vergleich bestärkt mich in der Auffassung, dass es der in Wiesbaden gestartete Prinz-Heinrich-Flug von 1913 gewesen sein muss, der Conan Doyle inspirierte, einen seiner "Luftdschungel" bzw. Todesdreiecke über unsere Köpfe zu verlegen.
Und welche Rolle spielte Bad Homburg dabei? Eine denkbare Erklärung liegt wiederum im Prinz-Heinrich-Flug. Bei Homburg musste der erste Teilnehmer des Wettflugs nämlich aufgeben und eine spektakuläre Notlandung hinlegen. Für die Nachbarschaft war das ein Ereignis, als ob heute im Rhein-Main-Gebiet eine Sojuskapsel niedergehen und Alexander Gerst herausklettern würde: Von weit und breit kamen die Anwohner herbeigelaufen, um den "Flugapparat" und seinen Insassen aus der Nähe zu bestaunen. Die Gendarmerie musste die umliegenden Äcker durch Absperrungen und mit sanfter Gewalt vor dem Zertrampeln schützen, wie zeitgenössische Quellen auch von der zweiten Notlandung in Bad Nauheim meldeten.
Eine Kuriosität am Rande: Unter den deutschen Flugplätzen jener Tage verzeichnete Jane's All the World's Aircraft ausdrücklich "Dotzheim near Wiesbaden". Offensichtlich hatte der ungenannte "deutsche Korrespondent" dieses Beitrags Dotzheim und Erbenheim verwechselt.
Eine Kuriosität am Rande: Unter den deutschen Flugplätzen jener Tage verzeichnete Jane's All the World's Aircraft ausdrücklich "Dotzheim near Wiesbaden". Offensichtlich hatte der ungenannte "deutsche Korrespondent" dieses Beitrags Dotzheim und Erbenheim verwechselt.
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